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Der Kitesport ist eine junge Sportart, die ihren Ursprung allerdings bereits im frühen 19. Jahrhundert hat. Der Engländer George Pocock wollte die Pferdesteuer umgehen und experimentierte mit Lenkdrachen, die vor Fahrzeuge gespannt wurden und diese Lee-wärts bewegen konnten. Seine Erfindung konnte sich nicht etablieren und geriet für fast 100 Jahre in Vergessenheit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es dem Luftfahrtexperten Samuel Cody, ein Segelboot, das mit einem Kite ausgestattet war, über den Ärmelkanal zu lenken. Das Prinzip des Kitesurfens war geboren. Der Durchbruch des Sports gelang jedoch erst in den 70er Jahren, als Polyethylenfasern auf den Markt kamen und so ein Reißen der Kites unter stärkstem Wind verhinderten. Der Pionier der Sportart hieß Ian Day, der als Erster die neuen Aramid- und Polyethylenfasern nutzte und mit seinem Katamaran Spitzengeschwindigkeiten von 40 km/h erreichte.![]() Erstaunliche Experimente Nachdem sich die High-Tech Fasern etabliert hatten, versuchten zahlreiche Sportler, die bestmöglichen Fortbewegungsmittel zum Kiten zu erproben. So versuchten schwedische Sportler, Kanus oder Schlittschuhfahrer mit Hilfe von Lenkdrachen vorwärts zu bewegen. Zeitgleich experimentierten die französischen Brüder Legaignoux mit aufblasbaren Drachen und entwickelten die Vorläufer der heutigen Tubekites, die den modernen Modellen schon größtenteils glichen. ![]() | ![]() Der deutsche Flugpionier Dieter Strasilla entwickelte in den 80er Jahren ein universales Segelsystem zum Segeln zu Lande und zu Wasser. Das Buggykiting wurde jedoch erst ein Jahrzehnt später von dem Neuseeländer Peter Lynn entwickelt. Die beiden Amerikaner Bill und Corey Roeseler entwickelten in den 90er Jahren ein Kite-Ski-System, bei dem ein Wasserskier sich von einem zweileinigen Delta-Tubekite ziehen lässt. Dank der Luftschläuche des Kite konnte dieser nach einer Landung einfach wieder gestartet werden. Corey Roeseler experimentierte weiter und verwendete ab Ende der 90er Jahre ein Surfboard anstelle der Wasserskier. Die Brüder Legaignoux entwickelten ihrerseits ihren Tubekite weiter. Der Wipika-Tubekite erhielt eine Bow-Kite Form mit breiteren Enden, was einen einfacheren Start vom Wasser aus ermöglichte. Dank eines verbesserten Surfboards, das ihre Landsleute Salls und Ness entwickelten, konnten die Kites einfacher gesteuert werden. ![]() Kitesurfen wird populär 1996 demonstrierte der Bigwave-Surfer Laird Hamilton das Kitesurfen auf Maui. So wurde ein breites Publikum auf den jungen Sport aufmerksam. Es zog die Fans bald in die Surfschulen, die ab Ende der 90er Jahre Kitesurfen lehrten. Auch der erste Kitesurf-Wettbewerb fand 1998 statt, diesen gewann der Amerikaner Flash Austin. Entwicklung der Sicherheitsstandards Eine große Verbesserung stellte die Einführung des Quick Release dar. Dieses Sicherheitssystem befindet sich direkt an der Bar und kann im Notfall ausgelöst werden, um den Kite vom Trapezhaken zu lösen. Dieser wird dann flugunfähig, da er nur noch an einer oder zwei Leinen hängt. Um den Kite nicht zu verlieren, ist er mit der Safety Leash mit dem Surfer verbunden. Die Safety Leash kann im Notfall auch gelöst werden, was jedoch dazu führt, dass der Kite davonfliegt und eventuell andere Sportler in der Nähe verletzen kann. Somit ist das Lösen der Safety Leash das letzte Mittel zum Abbruch des Kitens. |
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